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Medienmitteilung

Leistungsabbau und steigende Preise

Am Dienstag wurde durch die Gemeinde Kölliken mitgeteilt, dass die Post die Kölliker Postfiliale zwischen Bahnhof, Alterszentrum und den im Bau befindlichen Alterswohnungen schliessen wird. Künftig können die Briefe und Pakete im Landi TopShop aufgegeben werden, ergänzt durch den Hausservice der Post. Gestern, lediglich zwei Tage später, ist der Presse zu entnehmen, dass die Preise für den Versand von Briefen zum dritten Mal innert 5 Jahren erhöht werden. Diese Entscheide sind ein doppelter Schlag für die Kölliker Bevölkerung und werfen Fragen auf:

Welche Ziele verfolgt die Post?
In welchem Ausmass werden Boni ausbezahlt, aufgrund des mutmasslich hervorragenden Ergebnisses durch rücksichtslose, rein kommerzielle, Entscheidungen?
Wie definiert die Post den sogenannten Service Public?

Unsere Sicht

Sowohl die landesweite Schliessung von Postfilialen, als auch die Preiserhöhung, dienen einzig dem kommerziellen Ergebnis der Post. Der Bevölkerung wird eingeredet man schaffe dadurch Mehrwerte. So hätte beispielsweise der TopShop längere Öffnungszeiten als die Postfiliale. Dieser Argumentation kann ohne Zweifel entgegengebracht werden, dass eine schlechtere Erreichbarkeit des Standorts mit entsprechendem unnötigem Mehrverkehr wohl kaum durch längere Öffnungszeiten aufgewogen werden kann.

Für viele Menschen wird der «neue Standort» im Hardfeld nur schwer oder gar nicht zu erreichen sein. Der zusätzlich lancierte Hausservice ist online oder via kostenpflichtiger Nummer auch telefonisch anzufordern. Der Aufwand, gerade für ältere oder weniger mobile Personen wird grösser und das Zustellpersonal darf weitere Zusatzaufgaben erledigen. Dieser Service wird nur in definierten Gebieten angeboten – so heisst es auf der Seite der Post. Was will man uns damit suggerieren? Sollen wir dankbar sein, weil wir jetzt auch zu den schlecht erschlossenen Gebieten in der Schweiz gehören?

Die Post lässt viele Kölliker im Stich – da gibt es nichts schönzureden!

Nationale Politik gefordert

Die obigen Fragen, bleiben vorerst wohl unbeantwortet. Hier ist die nationale Politik gefordert einzuschreiten und den Kurs endlich zu korrigieren. Dazu müssen dringend die Ziele im Service Public neu definiert oder präzisiert werden Es kann nicht sein, dass staatliche oder staatlich geförderte Unternehmen Boni auszahlen, erstrecht nicht für den Abbau des Service Public. Und wer die Mär der Konkurrenzfähigkeit nacherzählt, den fragen wir: Wen soll der Staat konkurrenzieren?

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